EXHIBITION/INFO

Folkwang-Präsenz auf der Dutch Design Week

ddw_plakat

Folkwang GestalterInnen vom 22. bis zum 30. Oktober auf der Dutch Design Week 2016 in Eindhoven

Unter dem Motto „This is Folkwang“ präsentiert sich der Fachbereich Gestaltung zum ersten Mal auf der zweitgrößten Design-Veranstaltung Europas. Die Dutch Design Week hat im vergangenen Jahr mehr als 275 000 BesucherInnen angezogen. Prof. Anke Bernotat: „Eindhoven hat sich in den vergangenen Jahren als das wichtigste europäische Design-Event neben dem Mailänder Salone del Mobile etabliert. Die Beteilung der Folkwang Universität der Künste ermöglicht unseren Studierenden, sich und ihre Arbeiten vor einem internationalen Publikum zu präsentieren. Hier können wichtige Kontakte geknüpft werden. Eine frühzeitige Professionalisierung ist für den erfolgreichen Start in die Berufswelt des Designers heute unverzichtbar geworden.“

Im Klokgebouw auf dem ehemaligen Philips-Betriebsgelände Strijp-S stellen insgesamt 16 Folkwang AbsolventInnen und Studierende aus. Prof. Marion Digel, Dekanin des Fachbereichs Gestaltung freut sich über den Ausstellungsort: „Das denkmalgeschützte Gebäude des Klokgebouw von 1928/29 ist eines der herausragenden Industriegebäude der holländischen Moderne. Dass wir gleich bei unserer ersten Teilnahme an der Dutch Design Week an diesem architekturgeschichtlich bedeutsamen Ort ausstellen können, empfinden wir als Auszeichnung. Wir sind für die besondere Wertschätzung unserer Arbeit an der Folkwang Universität sehr dankbar.“

Die ausgestellten Arbeiten veranschaulichen das breite Spektrum gestalterischer Praktiken an der Folkwang Universität der Künste. Prof. Marion Digel: „Unsere Studierenden zeichnen sich durch bewusste Gestaltung aus. ‚Entwerfen mit Haltung’ bedeutet für uns immer auch das Mitbedenken der sozialen Realitäten, das Aufdecken gesellschaftlicher Brüche. Uns eint der Wunsch nach einer besser oder vorsichtiger formuliert bewusster gestalteten Welt.“

Sha Assadi hat in Technologische Eusymbiose ein eindringliches Szenario für das Jahr 2025 entworfen: der Mensch interagiert mit Schöpfungen künstlicher Intelligenz. Alica Borgmann analysiert in ihrer Installation Fly Phone Fly auf ironische wie kritische Weise den selbstverständlich gewordenen Umgang mit dem Smartphone und dem durch Selfies übermäßig betriebenen Inszenierungskult in den sozialen Medien. Ekaterina Haak verknüpft in ihren eindrucksvollen Keramiken Ästhetik des Nutzlosen. Nutzlos? experimentelle Gestaltung mit kritischer Reflektion der ästhetisch fragwürdigen Welt von Andenken und Souvenirs. Birgit Hengstebeck sorgt mit ihrem aus Kork gefertigten Sitzmöbel BARK für aktives, muskelförderndes und entspanntes Sitzen und schafft gleichzeitig eine einzigartige Raumskulptur. Bernd Hoffmann löst mit seiner Kollektion Seitenwechsel das Problem des leeren Kleiderschranks: seine acht Kleidungsstücke lassen sich unterschiedlich gewendet in über hundert verschiedene Kombinationen verwandeln. Nur der Titel verrät, dass sich in Lukas Lüttgens metallisch glänzender Plastik Quercus robur der Ast einer Eiche verbirgt. Niklas Markloff leistet einen wertvollen Beitrag zur Aufbesserung der ökologischen Bilanz von großen Outdoor-Festivals: sein aus Pappmache bestehender Hocker Nando ist zu 100 % biologisch abbaubar. Daniel Rauch stellt mit AeroTube das Auto der Zukunft vor, das in seiner radikalen Abkehr der tradierten Formgebung auf den Prinzipien der Aerodynamik basiert. Hauke Völkel wagt sich mit [  z ɪ m f o n j a  ] an ein musikalisch-textiles Gesamtkunstwerk, das alle Folkwangsparten in sich aufnimmt. Daniel Wilkens nutzt in seinem Abschlussprojekt Message in a Cake die 3D-Drucktechnik für einen Kuchen, dessen Fertigung nun nicht mehr dem Zufall des Backofens ausgesetzt ist, sondern auch mit jeder Scheibe ein neues Bild oder einen neuen Spruch offenbart. Unter den Ausstellenden befinden sich auch preisgekrönte Arbeiten. Mit Dimitrij Haak (Semja) und Steffen Hartwig (Digital Authenticity) sind gleich zwei Folkwang Preisträger der vergangenen Jahre vertreten. Anita Kanke, Katharina Timmermann, Jing-Ching Vuong und Wolfgang Wischmann werden das jüngst mit dem Ars Legendi-Preis ausgezeichnete Folkwang LAB „Kennen wir uns?“ vorstellen.

Die Ausstellung „This is Folkwang“ wurde konzipiert von Anke Bernotat, Christoph Dorsz, Judith Schanz und Dustin Jessen. Die Präsentation wurde ermöglicht durch eine großzügige finanzielle Förderung durch das Rektorat der Folkwang Universität der Künste.

Ausstellung „This is Folkwang“ im Rahmen der Dutch Design Week 2016

22.-30. Oktober 2016, täglich 11-18 Uhr

Klokgebouw, Halle 4, Klokgebouw 50, 5617 AB Eindhoven,

Kontakt: Christoph Dorsz, FB Gestaltung, Institut für Kunst- und Designwissenschaft, dorsz(at)folkwang-uni.de

Ausführliche Informationen in englischer Sprache:

http://www.ddw.nl/en/event/663

Aktuelle Impressionen

https://www.instagram.com/thisisfolkwang/

Advertisements