TALKS

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Am 5. Juli begrüßen wir Renee Mennen und Stefanie van Keijsteren als nächste Gäste der Vortragsreihe „Gestaltungsfragen“im Auditorium des SANAA-Gebäudes.

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Aisha Zeijpveld

Der Prozess der Gestaltung ist immer häufiger das eigentliche und oftmals einzige Thema neuerer Gestaltung. Produkte werden zu Objekten, die heute mehr als reine Kunstwerke grundsätzliche Gestaltungsfragen aufwerfen. Die Farbe steht im Mittelpunkt des Interesses von rENs. Dabei sind es keine Farbtheorien oder Farbsysteme, denen sie ihre besondere Aufmerksamkeit zuteil werden lassen. Mit ihren Arbeiten offenbaren sie uns die Relativität und Grenzen der menschlichen Wahrnehmung und zeigen, dass Farbe keine autonome Größe darstellt.

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Lisa Klappe

Das Denken in Konzepten war für Renee Mennen und Stefanie van Keijsteren schon immer selbstverständlicher Bestandteil guter und bewusster Gestaltung. Ihre frühen, häufig ironisch konnotierten Arbeiten wie Kopje Kopke (2008), Sjaalgerei (2008) oder Lanpotkaast (2009) zeugen von ihren bevorzugten Materialien: Keramik, Textilien und Holz. Ihre immer auch selbstreflexiven Gestaltungsarbeiten besitzen über ihren ästhetischen Ausdruck und den reinen Gebrauchswert hinaus zahlreiche semantische Bezüge. Die Farbe Rot wurde für rENs seit 2011 zum Gegenstand einer bis heute andauernden Recherche, mit der Renee Mennen und Stefanie van Keijsteren uns die vielfältige Schönheit einer Farbe aufzeigen. Ihre systematischen Forschungen münden in Produkt-Objekten, die in Kooperation mit etablierten Unternehmen wie Canon, Cor Unum oder Desso entstehen. Ihre Arbeit bleibt dabei ganz wesentlich eine aufklärerische, führt sie uns doch die Grenzen menschlichen Ausdrucksvermögens vor Augen. Ihre neue monochrome Gestaltung macht Sehen zu einem Spektakel. In Abwandlung des bekannten Wortes aus den Schöpferischen Konfessionen (1920) von Paul Klee gilt für rENs: ‚Gestaltung gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.‘

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Mourning Materialized

Renee Mennen (*1984) und Stefanie van Keijsteren (*1985) beendeten 2008 ihr Designstudium an der Akademie voor Kunst en Vormgeving St. Joost (AKV | St. Joost) in Breda. Anfang 2009 formalisierten sie ihre Zusammenarbeit durch die offizielle Gründung des gemeinsamen Studio rENs. Der eigentümliche Name der Werkgemeinschaft ist ein Akronym, das aus den Vornamen der beiden Gestalterinnen gebildet ist. Ihre Werke sind vertreten im Zuiderzeemuseum Enkhuizen und im Stedelijk Museum in s’Hertogenbosch. Renee Mennen und Stefanie van Keijsteren leben und arbeiten in Eindhoven.

Die Teilnahme an dem englischsprachigen Vortrag ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Dem Vortrag folgt eine gemeinschaftliche Diskussion. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage des Institus für Kunst- und Designwissenschaft.

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