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Kurs Feature: Mensch und Interaktion: „Eine neue Sicht auf das Automobil“

Ein Einblick in das Projekt: Mensch und Interaktion: „Eine neue Sicht auf das Automobil“

Das Auto ist im Wandel. Technologische Entwicklungen halten schon heute verstärkt Einzug in unsere Fahrzeuge und bringen grundlegende Veränderungen mit sich. Mit dem Ziel den Komfort zu erhöhen, entlastet uns eine Vielzahl unterschiedlichster Assistenzsysteme bei der Autofahrt. Diese Entlastung nimmt uns die Fahraufgabe und schafft dabei Freiräume für Aktivitäten jenseits des Fahrens.

Die bevorstehende technologische Entwicklung der Elektromobilität geht in der möglichen Veränderung des Autos noch einen Schritt weiter. Sie sollte nicht nur als alternativer Antrieb begriffen werden. Vielmehr greift sie in die grundlegende Struktur des Autos ein. Das starre Korsett des klassischen Verbrennungsmotors wird durch sie aufgebrochen. Es entsteht die Freiheit, das Auto neu zu denken. Diese gewonnene Freiheit sollte so genutzt werden, dass sie den Menschen in den Mittelpunkt rückt.

Schon heute ist das Auto ein Ort für eine Vielzahl von Erlebnissen. Es dient uns zum Beispiel als ein sozialer Raum, ideal für gute Gespräche oder als ein Rückzugsort, eine Art Haus auf vier Rädern. Diese Erlebnisse nehmen einen immer größer werdenden Stellwert ein und müssen gezielt gestaltet werden. Aus gestalterischer Sicht ist es daher wichtig, diese Entwicklungen aufzugreifen und das Auto als weit mehr als nur ein pragmatisches, betsenfalls stylisches Fortbewegungsmittel zu begreifen.

Doch was machen wir eigentlich in den überwiegenden Momenten in denen weder das Fahren noch der Fahrspaß im Auto im Vordergrund stehen? Welche Aufgabe erfüllt das Auto, wenn die primäre Aufgabe, das Fahren und der mit ihr verbundene Fahrspaß nicht mehr vordergründig sind? Im Rahmen des Projekts „Eine neue Sicht“ möchten wir den oftmals engen Fokus der Autoindustrie auf die Tätigkeit des Fahrens hinter uns lassen und mithilfe des Experience-Design-Ansatzes Konzepte entwickeln, die den neu gewonnenen Freiraum mit bedeutungsvollen Erlebnissen füllen. Zur Hilfe dienen uns hierbei zwei unterschiedliche Szenarien, die in ihrer Unterschiedlichkeit eine hohe Bandbreite an Erlebnissen in sich bergen: das tägliche Pendeln zur Arbeit und der Ausflug ins Grüne.

 

 

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