2012 / PROJECTS

Alumni 2012 Teil 1

In den folgenden zwei Blog-Einträgen werden die diesjährigen Diplom und BA Absolventen des Folkwang Industrial Design Studiengangs gefeatured.


Arthur Eisenkrein - „new movement“ – Diplom

Das erarbeitete Konzept „new movement“ reflektiert das nachhaltige Konsumbewusstsein im Hinblick auf die Miteinander-Wirtschaft und schafft dabei eine Plattform, welche innerhalb des urbanen bzw. ländlichen Raums seine Nutzung findet. Es handelt sich folglich um ein Fahrzeug, das einerseits für das Einkaufen von Lebensmitteln und anderen Konsumgütern verwendet wird und andererseits als Kurzstrecken-Fahrzeug den Sharing-Gedanken aufgreift. Angetrieben durch mobile Technologien und soziale Netzwerke rechnet sich ein Einkauf mit „nemo“ gleichzeitig für 10 Personen. So ist der temporäre Halter des Fahrzeuges simultan ein indirekter Lieferservice und zeitgleich eine mobile Lagerhalle.

„Nemo“ hat eine funktionale Trennung, der vordere Bereich dient als Fahrerkabine wobei der hintere Bereich ausschliesslich den Konzeptschwerpunkt des Einkaufens aufgreift. Formal orientiert sich das Konzept stark an der Automobil-Ästhetik, lässt jedoch auch Freiraum in Bezug auf die Entwicklung der E-Mobility. Funktion steht vor Emotion. Das Interieur ist ebenfalls auf das Nötigste begrenzt und bildet mit einer Lenkersäule und dem Sitz die grundliegenden Elemente die ein Fahrzeug im öffentlichen Raum auszeichnen sollten. Navigiert wird das Fahrzeug mit Hilfe eines integrierten iPads. Das Gerät zeigt alle erforderlichen Informationen bezüglich des Fahrzeugs und gibt zudem Aufschluss über die geplante Route.






Henrik Mucha – “dreplets – Collaborative Energy” - Diplom

 dreplets sind Objekte im Notizblockformat, die autonom Elekritzität aus Sonnenlicht produzieren und speichern. Jedes dreplet verfügt über zwei Akkus, die ausreichen, um z.B. ein iPad zu laden. Während also ein Akku im Solarlader verbleibt, wird der andere Akku mitgenommen und versorgt unterwegs die persönlichen Gadgets. Somit bieten dreplets komfortabel mobile Energie.

 Aber dreplets können noch viel mehr! Sie sind speziell für den kollaborativen Einsatz gestaltet. Zusammengenommen bilden alle dreplet Besitzer, oder besser Aktivisten, eine Gemeinschaft, die regenerative Energie erzeugt und untereinander teilt. Denn dreplets sind dafür ausgelegt, im öffentlichen Raum positioniert zu werden. Für diesen Zweck bieten dreplets zahlreiche Funktionalitäten, um die Solarlader sicher im städtischen Kontext zu installieren. Dies kann in Parks, auf dem Uni Campus oder am eigenen Gartenzaun geschehen. Einmal abgelegt, wird die Position eines dreplets im Netz markiert. Hierzu nutzen die Aktivisten die nur ihnen zugängliche Homepage. Mit deren Hilfe, oder aber der dreplet App können die Aktivisten dann den nächstgelegenen dreplet lokalisieren. Dort tauschen sie dann ihren entladenen Akku gegen einen frischen aus. Somit wird ein autonomes Netzwerk regenerativ erzeugter Energie etabliert, das die reale mit der virtuellen Welt verbindet.

 Das übergeordnete Ziel des dreplet Projektes ist es, das Bewusstsein der Menschen zu erreichen, indem es ihnen die Möglichkeit gibt, die Energiefrage in die eigene Hand zu nehmen. So gewinnt der Einzelne Energieautonomie zurück. Denn Selbermachen schafft Bewusstsein und ein geschärftes Bewusstsein führt mittelfristig auch zum Wandel des Verhaltens zum Besseren. Dafür sind dreplets gemacht.



Bartosch Cylkowski – “Konzept zur Verstärkung des Reiseerlebnisses von Familien bei längeren Autofahrten” – BA

 Manchmal haben wir das Verlangen uns von räumlichen Grenzen lösen zu wollen. Kinder sind begeistert, wenn der Vater sie auf seinen Schultern sitzen lässt.

 Neue Perspektiven lassen uns die Dinge anders wahrnehmen als gewöhnlich und stimulieren uns. Sie eröffnen uns Möglichkeiten zu fantasieren und erweitern unsere Sinne.

 Durch die Schaffung neuer Perspektiven im Auto, kann Kindern ein größeres Repertoire an Möglichkeiten geboten werden, auf einer Autofahrt, etwas zu erleben. So wird aus der sonst so tristen Fahrt, die doch so schnell vorbei gehen möge, eine individuelle Erlebnis tour. Die Rückbank die zumeist vom Reisenden als negativer Sitzplatz wahrgenommen wird, entwickelt sich hierbei zum Vorteil. Zudem unterstützt es das Fantasievermögen und die Kreativität von Kindern, die sich einer Technik bedienen, die für sie zu etwas „magischem“ wird. Der Rücksitz soll keine lästige Konsequenz einer Reise darstellen, sondern den Kindern neue Perspektiven ermöglichen.



Maruan Attia – “Iqra” – Diplom





Christian Haspecker – “Collin” – BA






Selina Maleska – “Eternitree-Baumgrabmale” – BA